Hilfreich bei diesen Übungen waren auch immer drei Mädchen aus Kurdistan, die bei uns im Dorf wohnen. Sie gingen total unbefangen auf unsere Hunde zu und auch Shiras Größe konnte sie nicht beeindrucken. Alle Hunde freuten sich bald unbändig, sobald sie von ihrem Aussichtspunkt am Eingangstor eines der Mädchen entdeckten.
Da ich beruflich an vielen Wochenenden im Sommer bei Oldtimerveranstaltungen aktiv bin, kam nun natürlich auch der Gedanke, Shira auf so eine Veranstaltung einmal mitzunehmen. Autofahren mag sie und in meinem VW-Bus ist ja auch für einen so großen Hund ausreichend Platz vorhanden. Im Juni stand eine Veranstaltung in Bad Sassendorf an. Start und Ziel war dort im Kurpark. Shira kam also mit und wurde für die Zeit des Startaufbaues am VW-Bus mit einer längeren Leine gesichert. Zunächst lag sie dort auch recht ruhig, doch als immer mehr Kurparkbesucher mit Hunden auftauchten, war es mit der Ruhe natürlich vorbei. Shira betrachtete einen Umkreis von ca. 100m um den Bulli als ihr Revier und entsprechend lautstark wurden die fremden Hunde „begrüßt“. Vorbei war die Ruhe im Park und natürlich auch meine Konzentration auf die Arbeit. Nach diesem Erlebnis habe ich von gemeinsamen Arbeitseinsätzen erst einmal Abstand genommen. Ebenfalls im Juni wurde in Westfalen ein privates Kangaltreffen organisiert. Karin und Wolfgang Brüseke hatten auf ihren schönen Bauernhof mit großen eingezäunten Weiden eingeladen. Ich fuhr also mit Shira im VW-Bus, in dem wir auch beide übernachten wollten, hin und: wir waren beide begeistert! Shira, weil sie mit vielen anderen Hunden auf einer großen Weide herumtoben konnte. Ich, weil dort viele nette Hirtenhundebesitzer anzutreffen waren und auch unsere menschlichen Nahrungsbedürfnisse nicht zu kurz kamen.
Hier alle unsere Hunde
Ende des Jahres gab es dann für eine kurze Zeit noch einmal etwas Aufregung. Mirja und ich waren bedingt durch eine Reise für 2 Wochen abwesend. Unsere Söhne von von 7.00 bis 15.00 Uhr in der Schule. Was also mit den Hunden in der Zeit? Der recht alte und entsprechend ruhige Pedro und die kleine Kimba konnten zeitweise von den Kurdenmädchen betreut werden, doch mit Sparky und Shira ging das natürlich nicht. Glück hatten wir dann, als sich die Möglichkeit bot, beide bei Brüsekens unterzubringen, die ich ja beim Kangaltreffen im Sommer kennengelernt hatte. Als ausgemachte Kangalkenner waren sie natürlich ideal. Alle überstanden diese Pflegezeit ausgezeichnet. Ein Dank hier noch einmal an Karin und Wolfgang. Irgendwann ging auch das Jahr 2004 zu Ende und ich kann sagen, dass Shira sich so entwickelt hat, wie es von einem Kangal immer gesagt wird: Ruhig, ausgeglichen, robust, wachsam, laute Stimme, sehr rudelbezogen (incl. der Familienmenschen) und kinderlieb. Noch nicht sagen kann ich, dass ihre Erziehung abgeschlossen ist, sofern das überhaupt möglich ist. Für das kommende Jahr wird im Vordergrund die Gewöhnung an andere Hunde und Menschen stehen.
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