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Dass ich mit meiner Seite „Spendenvereine“ nicht nur Freude auslösen werde, war mir natürlich von Anfang an bewusst. Seit einigen Jahren erhielt ich schon in unregelmäßigen Abständen Aufforderungen, das eine, oder das andere zu korrigieren bzw. herauszunehmen.
Bislang hatte ich das immer ignoriert, ohne dass weitere Schritte folgten.
Nun hat mich jedoch ein Verein auf meiner Liste massiv unter Druck gesetzt.
der „Bund Deutscher Tierfreunde e.V.“.
Etwas pikant dabei: Ein Verein, für den unlängst der ADD ein Sammlungsverbot für Rheinland-Pfalz ausgesprochen hatte.
(Mir kommt dabei ein Sprichwort in den Sinn: „Wer selbst im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“)
Über eine bekannte Anwaltssozietät aus Landshut forderte mich der Verein auf, auf meiner Seite „Verbindungen und Verzweigungen“ Korrekturen vorzunehmen und gleichzeitig eine „Unterlassungs- und Verzichtserklärung“ zu unterzeichnen. Und natürlich hätte ich auch die nicht unerheblichen Anwaltskosten unverzüglich zu bezahlen.
Doch was soll ich nun konkret?
Ich soll unterlassen zu behaupten und/oder bildlich darzustellen, der „Bund Deutscher Tierfreunde e.V.“ hätte „Verbindungen mit Geldtransfer“ mit dem Verein „Aktion Tier-Menschen für Tiere e.V.“ und dem „Tierhof Straelen“ gehabt.
Richtig wäre vielmehr, dass der BDTe.V. zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form Verbindungen zu dem Verein „Aktion Tier e.V.“ und dem „Tierhof Straelen“ hatte.
Der erste Satz hat mich schon irritiert. Ich habe meines Wissens nirgendwo auf der „Spendenvereinsseite“ von Geldtransferleistungen geschrieben. Wie sollte ich, wo doch die fraglichen Vereine ihre Einnahmen und Ausgaben offensichtlich so hüten wie weiland Zwerg Alberich das Rheingold. Und da wir bei uns in Deutschland normalerweise in Euro abrechnen und bezahlen, versinnbildlichen die Dollarzeichen auf den Verbindungswegen der Grafik lediglich eine „geldwerte Vorteilnahme“ (teilweise wird dies auch als Geschenk oder Spende bezeichnet).
Und den zweiten Satz kann ich mir nun wirklich nicht zu eigen machen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Der „Tierhof Straelen“ bedankt sich auf seiner Internetseite ausdrücklich beim Bund Deutscher Tierfreunde für eine großzügige Unterstützung. Sind das „keine Verbindungen“?
Was die Verbindung zu „Aktion Tier e.V.“ betrifft, so mag es vielleicht aktuell stimmen, dass die ehemals recht guten Beziehungen gekappt wurden (ich werden meine Grafik daher etwas abändern). So ganz vorstellbar ist es jedoch für mich nicht, da im Vorstand des Vereins „Bund Deutscher Tierfreunde e.V.“ und in einem „Tierschutzförderverein e.V.“ mit Sigurd Tenbieg dieselbe Person vorhanden ist. Und der „Tierschutzförderverein" bedankt sich auf seiner Internetseite weiterhin für „großzügige Unterstützung“ von „Aktion Tier e.V.“. Sind das auch keine Verbindungen?
Ich habe jedenfalls dem Anwalt freundlich geantwortet und die Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung nicht unterschrieben.
Ganz nebenbei: Halte ich diese „Abmahnwut“ auch für einen schlechten Stil. Ein Verein, der meint, auf meiner Seite nicht richtig dargestellt zu werden, hat doch jederzeit die Möglichkeit mich direkt und persönlich darauf aufmerksam zu machen.
 
Mittlerweile erhielt ich eine gerichtliche Verfügung mit folgendem Inhalt:
Ich, Klaus Schaper, hätte es zu unterlassen, wörtlich oder sinngemäß die Behauptung aufzustellen, der Bund deutscher Trierfreunde e.V. habe zu irgendeinem Zeitpunkt Verbindungen mit Geldtransfer zu dem Verein Aktion Tier - Menschen für Tiere e.V. bzw. zum Tierhof Straelen gehabt.
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge komme ich dieser Aufforderung nach und habe auf der Querverbindunggrafik die Dollarzeichen bei den entsprechenden Verbindungen entfernt. Die beteiligten Vereine erstellen zwar optisch schöne Jahresberichte, doch sind darin Geldtransferleistungen kaum nachvollziehbar. Daher kann ich nicht mit letzter Konsequenz nachweisen, ob Leistungen, für die sich auf den Vereins-Internetseiten großartig bedankt wird, in Form von Geldtransfer, oder Sach-/Dienstleistung erfolgten.
Letztendlich ist das jedoch unerheblich. Die Verquickungen und Verzweigungen im deutschen "Tierschutzwesen" bleiben davon unberührt.