| 1. Deutscher Tierschutzbund e.V. www.tierschutzbund.de |
Ihm sind 16 Landesverbände, ca. 720 örtliche Tierschutzvereine mit 509 vereinseigenen Tierheimen und mehr als 800.000 Mitgliedern aus allen Teilen der Bundesrepublik angeschlossen. Bei einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von ca. 60,00 Euro immerhin ein Jahresaufkommen an Mitgliedsbeiträgen von ca. 48 Mio. Euro. Und auch die örtlichen Tierschutzvereine profitieren nicht ausschließlich, sonder dürfen ebenfalls einen Mitgliedsbeitrag entrichten. Ein jährlicher zusätzlicher Betrag von ca. 25.000 Euro. Hinzu dann die Spenden aller Art, die sich ebenfalls im mehrstelligen Millionenbereich bewegen dürften.
Trotzdem äußert dieser Verein: „Der Deutsche Tierschutzbund ist daher keineswegs so finanzstark, wie mancher aufgrund der großen Mitgliederzahl vermutet.“ und bittet um weitere Spenden incl. Erbschaften, für die auch gleich Testamentsempfehlungen gemacht werden. http://www.tierschutzbund.de/00072.html
Wie diese Finanzmittel eingesetzt werden, entzieht sich dem normalen Betrachter. Auf der Internetseite konnte ich jedenfalls keinen Finanzplan, oder eine Jahresbilanz finden. (Sicher kann diese angefordert werden, doch ist das ein Vorgang, den zumindest Kleinspender i.d.R. scheuen werden.)
Dafür gibt es einen Hinweis auf den „Deutschen Spendenrat e.V.“ www.spendenrat.de Ebenfalls ein „Gemeinnütziger Verein“, der über sich u.a. schreibt: „Ziele des Deutschen Spendenrates e.V. sind, den ordnungsgemäßen, treuhänderischen Umgang mit Spendengeldern durch freiwillige Selbstkontrolle sicherzustellen und für Transparenz gegenüber den Spendenden und der interessierten Öffentlichkeit zu sorgen.“
Der Tierschutzbund ist einer der Gründungsmitglieder dieses Spenderates und wohl auch im Vorstand/Beirat vertreten. Kontrolliert man sich hier selber? Und natürlich verspricht der Spendenrat seinen eingeschrieben Mitglieder auch Vorteile.
---„Durch ihre Mitgliedschaft im Deutschen Spendenrat e.V. grenzen sie sich deutlich von "schwarzen Schafen" ab.“ Sind damit automatisch alle Vereine außerhalb des Spendenrates „schwarze Schafe“?
---„Mitglieder des Deutschen Spendenrates e.V. dürfen das Vereinslogo führen und geben dadurch den Spendenden Sicherheit über die Seriosität ihres Geschäftsgebaren.“ Ist das nun eine echte Sicherheit, oder lediglich eine vermeintliche?
---„Firmen, Banken, Sparkassen und Spendende, die nach spendenwürdigen Organisationen fragen, erhalten die Mitgliederliste.“ Das ist natürlich schön. Also so eine Art „Eigenwerbung“ der angeschlossenen Mitgliedsvereine.
Als wirklich positiv sehe ich die Forderung des Spendenrates an die Politik: „Die Finanzverwaltung soll zu sämtlichen den Spenden-/Stiftungsbereich gemeinnütziger Organisationen betreffenden Rechts- und Steuerverhältnissen zur verbindlichen Auskunftserteilung verpflichtet sein.“.
Eine der vielen Aktionen des DTSB löst bei mir doch etwas Unverständnis aus: Die Aktion „Tierschutzprojekt Odessa“ http://www.tierschutzbund.de/00522.html Ins Leben gerufen vom DTSB-Vorsitzenden, Herrn Apel. U.a. auch mit Mitteln aus dem normalen Vereinsetat, zusätzlich zu zielgerichteten Spenden. Nicht, dass ich etwas gegen Tierschutz im Ausland habe, im Gegenteil. Wenn ich mir jedoch die Situation vieler Tierheime hier in Deutschland vor Augen führe, so könnten auch diese sicher eine bessere Unterstützung gut gebrauchen. Auf der Internetseite ist eine wirklich tolle Anlage zu sehen, nirgendwo jedoch eine Bilanz über Spendeneingänge und Kosten für dieses Projekt. Allerdings (Zitat): „Über 200 Ehrengäste waren gekommen um die eindrucksvolle Einweihungsfeier mitzuerleben.“ (Das ist doch auch schön!)
Der „Deutsche Tierschutzbund e.V.“ gehört m.E. trotzdem in die Kategorie der besseren Tierschutzvereine. |